Programmvorschau: »Keine Panik – Eine Lindenberg-Reise“ – Erik Brünner und Band feiern Udo Lindenberg. Ein großartiger Abend, nicht nur für Udo-Fans! Seid dabei und kommt in Scharen!
15. September, 19:30 Uhr, Tom Pauls Theater Pirna
![[Video] Erik Brünner und Band feiern Udo Lindenberg](https://tom-pauls-theater.de/assets/uploads/2023/09/erik-bruenner-udo-lindenberg.jpg)
Programmvorschau: »Keine Panik – Eine Lindenberg-Reise“ – Erik Brünner und Band feiern Udo Lindenberg. Ein großartiger Abend, nicht nur für Udo-Fans! Seid dabei und kommt in Scharen!
15. September, 19:30 Uhr, Tom Pauls Theater Pirna
![[Video] Gunther Emmerlich zu Gast](https://tom-pauls-theater.de/assets/uploads/2023/08/gunther-emmerlich-fortgeschritten.jpg)
Am 10. September um 18 Uhr kommt er zu uns: Gunther Emmerlich mit seinem Programm »Fortgeschritten«. Musikalisch wird er dabei vom Dresden Swing Quartett begleitet.

Zum 250. Geburtstag soll das Grab des Malers Caspar David Friedrich restauriert und der große Künstler mit einem Grabdenkmal gewürdigt werden.
Die Grabplatte ist verwittert, teils mit Flechten bewachsen. Die Schrift ist kaum noch zu entziffern. Regen und Frost zehren an der unscheinbaren Begräbnisstätte Caspar David Friedrichs (1774 – 1840). »Hier wollen wir etwas tun«, sagt der Schauspieler und Kunstsammler Tom Pauls. »Für einen international derart bekannten Maler befindet sich dessen Grab in einem erbarmungswürdigen Zustand. Meine Stiftung und ein neuer Freundeskreis werden ab jetzt Spenden sammeln.«

Tom Pauls und die Ilse-Bähnert-Stiftung riefen den »Freundeskreis Caspar David Friedrich« ins Leben. Am 7. Mai – dem Todestag des Malers – lud Tom Pauls ins Peter-Ulrich-Haus nach Pirna zur Gründung des Freundeskreises ein. Eingeleitet von einem Grußwort der Dresdner Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch stellten die Journalisten Sibylle Muth und Mario Süßenguth zunächst facettenreich Leben und Wirken Friedrichs vor, der auch als Dichter und Schriftsteller wirkte. Ein Vortrag von Frank Richter widmete sich vor allem den Bezügen im Werk Friedrichs zur Sächsischen Schweiz.
Der Restaurator Dirk Böhme erläuterte seinen Entwurf für ein Grabmonument für Friedrich, in dem sich eine Eule – Vogel der Weisheit und des Todes und ein gotisches Fenster – beides von Friedrich oft gemalte Motive – begegnen. Auch Friedhofsleiterin Beatrice Teichmann betonte, dieses Projekt »mit Feuer und Flamme« zu unterstützen.

Bereits zwei Tage später, am 9. Mai, stimmte der Stadtbezirksbeirat Dresden-Altstadt fast einstimmig für das Projekt und bewilligte eine Förderung in Höhe von 33.000 Euro.
Damit ist die Finanzierung des Projektes, das rund 40.000 Euro kosten wird, zum größten Teil gesichert. Für die noch offene Summe werden Spenden eingeworben.
Der von Mario Süßenguth aus diesem Anlass gestaltete Stifterbrief – auf edlem Büttenpapier, illustriert mit einer Grafik des Künstlers, die den berühmten Blick aus seinem Atelierfenster auf Dresden zeigt und versehen mit der geprägten handschriftlichen Faksimile-Unterschrift von Caspar David Friedrich – ist ab 1.000 Euro erhältlich bei der Ilse-Bähnert-Stiftung. Der Brief ist limitiert auf 25 Exemplare. Wenn mehr Mittel als benötigt gespendet werden, kommen diese im »Romantiker-Jahr« 2024 weiteren Künstler-Gräbern zugute.
Sie können die Arbeit der Ilse-Bähnert-Stiftung mit einer Geldspende unterstützen:
Ilse-Bähnert-Stiftung
IBAN: DE83 85050300 3200052375
BIC: OSDD DE81 XXX
Ostsächsische Sparkasse Dresden
Vielen Dank für Ihre Spende!
Von Mario Süßenguth
Mit Bildern wie »Der Mönch am Meer«, »Zwei Männer in Betrachtung des Mondes« oder »Kreuz im Gebirge« revolutionierte Caspar David Friedrich vor über zwei Jahrhunderten die Malerei. Ostsee- und Hafenbilder, aber auch die Felsen in Sachsen faszinierten ihn als Motive. Die längste Zeit seines Lebens verbrachte Friedrich in Dresden. Dort starb er, dort liegt er begraben. Kurz vor dem 250. Geburtstag im nächsten Jahr soll jetzt das Grab des Romantikers neu erweckt werden. Dafür machen sich der Schauspieler, Kabarettist und Kunstsammler Tom Pauls und seine Stiftung stark. Gemeinsam mit einem Freundeskreis soll die Sanierung und Aufwertung der letzten Ruhestätte Caspar David Friedrichs in Gang gebracht werden. Bis zum 250. Geburtstag des frühromantischen Künstlers im nächsten Jahr sollen die bisherige Grabplatte restauriert und die Anlage um ein Denkmal erweitert werden.
Die Grabplatte aus Sandstein ist schwarzverwittert, teils mit Flechten bewachsen. Zwei kleinere Tafeln links und rechts sind kaum noch zu entziffern. Regen und Frost zehren an der baulich unscheinbaren Begräbnisstätte Caspar David Friedrichs (1774 – 1840). »Hier wollen wir etwas tun«, sagt der Schauspieler und Kunstsammler Tom Pauls. »Für einen international derart bekannten Maler befindet sich dessen Grab in einem erbarmungswürdigen Zustand. Meine Stiftung und ein neuer Freundeskreis werden ab jetzt Spenden sammeln.« Die aktuelle Grabfassung entstand um 1930. Erst in den späten 1920er Jahren hatten zwei Heimatforscher die Stelle wiederentdeckt, an der Friedrich im Mai 1840 beerdigt worden war – nur noch mit überwucherten Überresten der historischen Bebauung.
»Die Stelle des Grabes ist durch Akten belegt«, betont Friedhofsleiterin Beatrice Teichmann. In ihr haben Tom Pauls und sein Unterstützerkreis eine von dieser Idee überaus begeisterte Frau gefunden. »Seit unserem ersten Treffen hier am Grab bin ich mit großer Lust und Leidenschaft dabei«, so Frau Teichmann.
Der Trinitatisfriedhof im Dresdner Stadtteil Johannstadt musste wegen der übergroßen Zahl von Toten aus den Napoleonischen Kriegen angelegt werden. Um 1815 erfolgte hier die erste Bestattung. Für Caspar David Friedrich war dies auch ein Ort der Motivfindung. Das Eingangstor findet sich im unvollendeten Gemälde »Friedhofseingang« aus dem Jahr 1825 wieder, hängt jetzt in der Dresdner Galerie Neue Meister.
Noch dieses Jahr sollte Caspar David Friedrichs Grab zur Baustelle werden. Für die Restaurierung der Anlage müssen die Steine angehoben und frisch begründet werden. Nächstes Jahr könnte das neue Denkmal folgen. Künstlerisches Vorbild: ein gotisches Fenster-Motiv aus Friedrichs Spätwerk, etwa »Der Träumer« oder »Eule im gotischen Fenster«. Stifter Tom Pauls: »Wenn alles so klappt wie wir uns das wünschen, dann weihen wir das instand gesetzte Grab und das neue Denkmal am 5. September 2024 ein – dem 250. Geburtstag Caspar David Friedrichs.«

Für Pauls, den leidenschaftlichen Sachsen mit Herzblut, ist noch eine weitere Tatsache aller Verbreitung wert. »Ich habe in einem Brief des Malers an seinen König ein flammendes Bekenntnis zu seiner Wahlheimat entdeckt«, sagt der Schauspieler und zitiert aus dem Schriftstück von 1816: »So sind Sachsen mein zweites Vaterland und seine Bewohner meine geliebten Landsleute geworden.« Der eigentlich in Greifswald geborene und der Ostseeküste stets zugewandt Caspar David Friedrich schreibt weiter, er wünsche sich nunmehr, mit 41 Jahren, für immer hier zu bleiben und »als Sachse zu leben und zu sterben«.

Tom Pauls und die Riesaer Elbland Philharmonie unter der Leitung Ekkehard Klemms präsentieren im Gewandhaus gleich doppelt »Weihnachten im Tohuwabohu«.
Man hört ihm einfach gern zu, dem Renegaten Tom Pauls, wenn er in regelmäßigen Abständen aus Dresden herüberkommt in seine Heimatstadt Leipzig, um im Gewandhaus sich und die Elblandphilharmonie aus Riesa, Poesie und Sächsisch, Worte und Töne zueinander finden zu lassen. Sie ist einfach unwiderstehlich diese helle, gekonnt geführte und beherrschte Sprechstimme, die auf den Spuren Lene Voigts so wunderbar singt, die Hüsch hätschelt und Brecht beißend ätzen lässt, Ringelnatz und Roth, Kästner und Erhardt mit charmanter Wucht in den Saal stellt.
Wenn er einfach nur Geschichten aus seine Jugend erzählt oder aus seinem Leben, dann hört man ihm auch gern zu – ganz gleich, ob sie nun stimmen oder nur gut erfunden sind. Darum ist es kein Wunder, dass auch am Sonntag der große Saal des Gewandhauses wieder zweimal bestens besucht ist bei den Gastspielen von Tom Pauls und der Elbland Philharmonie unter der Leitung ihres Chefs Ekkehard Klemm.

»Weihnachten im Tohuwabohu« heißt das Programm – nicht zufällig wie das Buch, das Pauls gerade mit Peter Ufer herausgegeben hat und in dem sich ein nicht geringer Teil der Lyrik und Prosa wiederfindet, die er im Gewandhaus vorträgt. Und weil sie zauberhaft sind, witzig und herzerwärmend, geht es völlig in Ordnung wenn der Vater von Ilse Bähnert auch ein wenig die Werbetrommel rührt.
»Heiteres Weihnachtskonzert« ist das Programm auch überschrieben. Und weil Tom Pauls das Gesicht der Veranstaltung ist, hat er, heißt es, die Musik selbst zusammengetragen. Das hat er recht geschickt gemacht mit Leipzig-Bezügen von Bach (natürlich) über Mendelssohn (sowieso) und Lortzing bis Gade im ersten und internationaler, nicht zu abgegriffener Schmissigkeit im zweiten Teil – schließlich verspricht der Titel eine gewisse Heiterkeit.
Für beide, das Schmissige wie das Heitere, sind die Riesaer unter Klemm die Richtigen: Ponchiellis »Tanz der Stunden« aus der Oper »La Gioconda« flirrt und perlt virtuos und sinnlich, Tschaikowskis »Dornröschen«-Walzer walzt wunderweich, Bilses »Winterflocken«-Galopp und Joseph Strauss’ »Winterlust«-Polka quirlen um die Wette. Die Empire-Erhabenheit von Holsts »In the Bleak Midwinter« greift ans Gemüt, Liszts »In dulci Jubilo«-Pastorale lässt kein Auge trocken. Und wenn doch, ist da ja noch das Weihnachtslieder-Potpourri von Leroy Andersons »Christmas Festival«.
Bei den Bezügen zur eigenen Heimatstadt fällt die Bilanz weniger gut aus. Die Pastorale, die die zweite Kantate von Bachs Weihnachtsoratorium eröffnet, kommt in Robert Franz’ Orchesterfassung mit Klarinetten, Hörnern und im halben Tempo daher, was im Detail schön klingt, sich aber so zieht, dass selbst Pauls anmerkt, das sei nun aber »sehr romantisch und noch getragener als sonst« gewesen.
In der Gavotte aus Bachs D-Dur-Orchestersuite will er, Pauls, das Modell für Mendelssohns »Hark! The Herald Angel Sings« entdeckt haben. Wohl damit jede und jeder das hört, lässt Klemm wenig von der Gavotte übrig – und man hört es trotzdem nicht. Geschenkt. Ins »Heitere Weihnachtskonzert« von Tom Pauls geht man nicht für die musikalische Ursachenforschung. Hier geht es um Heiteres und Besinnliches, vorgetragen von einem Meister der Wortes und der Laute und ihres Vortrags, des Timings und der perfekt sitzenden Pointe – nicht so sehr des Gesangs. Aber wenn alle zusammen singen, geht auch der in Ordnung, selbst bei den Synkopen von »Vom Himmel hoch«.
Und so sind am Ende alle glücklich und zufrieden, klatschen und jubeln – und freuen sich schon aufs nächste Jahr. Dann findet das »Heitere Weihnachtskonzert« von Tom Pauls und der Elblandphilharmonie übrigens am 10. Dezember statt.
Text: Peter Korfmacher
Leipziger Volkszeitung (LVZ) am 13. Dezember 2022

Tom Pauls im Vorwort unseres neuen Spielplans

Liebes Publikum!
Der Vorhang öffnet sich für eine neue Spielzeit und wieder freuen wir uns auf die gemeinsamen Stunden mit Ihnen.
Gerade in Zeiten der Unsicherheit brauchen wir diese vom Alltag losgelösten, glücklichen Momente des Zusammenseins. Das beständige Erschaffen dieser Augenblicke ist unsere wichtigste Aufgabe. Die Kraft dafür schöpfe ich persönlich auch aus der Treue meines Publikums. Deshalb berücksichtigen wir mit diesem Spielplan das anhaltende Interesse an Altbewährtem genauso wie die Lust auf Neues.
Zum ersten Mal überhaupt spielt die Kultband Renft in unserem Theater, Michael Krebs kommt mit seinem aktuellen Programm »Evolution nach Unten« und wir freuen uns auf das neue »Yacht-Rock-Konzert« mit dem Freddie-Ommitzsch-Studio-Ensemble. Ein Wiedersehen gibt es mit Jörg Wachsmuth und Olaf Hais in »Der Mond ist ausgegangen«, Antje Kahn singt zweimal mehr »Ich brauche keine Millionen« und Thomas Kaufmann spielt »Mein Freund der betrunkene Sachse« – eine liebevolle Hommage auf Olaf Böhme. Die Fans von Udo Lindenberg und den Beatles kommen in den Programmen »Keine Panik« und »Beatles revolved« wieder voll auf ihre Kosten.
Ich selbst stehe in dieser Spielzeit in 18 verschiedenen Programmen auf der Bühne. Manche dieser Stücke, wie z. B. »Ilse Bähnert jagt Dr. Nu«, »Ein Sommernachtstraum« oder »Deutschland, Deine Sachsen« sind im Laufe der Jahre zu echten Klassikern geworden. Auch der zutiefst menschliche und deshalb so lebendige Humor einer Lene Voigt und eines Wilhelm Busch wird in unserem Theater wie eh und je gefeiert.
Ganz besonders freue ich mich auf die Abende mit Peter Kube und Jürgen Haase, denn als Zwinger-Trio stehen wir nun schon über vierzig Jahre ohne Unterbrechung erfolgreich auf der Bühne.
Ich kann Ihnen, verehrte Theaterbesucher, also nur zurufen: Kommen Sie zu uns – und waren Sie zufrieden, kommen Sie wieder!
Viel Vergnügen!
Ihr Tom Pauls

Am 3. Oktober wurden zum 15. Mal die Sächsischen Wörter des Jahres durch die Ilse-Bähnert-Stiftung, die Sächsische Zeitung und MDR SACHSEN gekürt.
Das Wort der Sachsen 2022 ist Därre.

Operette mal ganz anders: Seit frühester Jugend liebt Sachsens renitente Kultwitwe / lustige Witwe Ilse Bähnert (Tom Pauls) die heiteren Melodien der Operette. Jetzt fegt und fliegt sie plaudernd und singend durch die Geschichte des leichten und beschwingten Musiktheaters.
Wenn die etwas schrullige Dame einmal ins Plaudern kommt, ist sie so schnell nicht mehr zu bremsen. Mit Charme und Witz, munteren Anekdoten und kecken Sprüchen präsentiert sie gemeinsam mit Gästen die größten Hits der Operettengeschichte – auf ihre eigene Weise. Ilse kann gar nicht genug bekommen von Hits wie »Dein ist mein ganzes Herz«, »Lippen schweigen« – oder »Im Weißen Rössl am Wolfgangsee«. Wunderbare Erinnerungen werden wach.
Auch bei hinreißenden Melodien der beliebtesten Operetten-Schlager wie »Ich bin die Christel von der Post« oder dem »Weibermarsch«. Ein Gassenhauer jagt den nächsten, wenn die Filetstücke der großen Operetten »Der Vogelhändler«, »Die Fledermaus« oder »Die lustige Witwe« auf dem Programm stehen.
Nebenbei bringt Ilse Bähnert dem Publikum auf unnachahmliche Weise die populären Werke und deren Handlung näher. Zwischendurch greift sie zu Kastagnette, Kuhglocke oder gar Mandoline. Von Johann Strauß und Franz Lehàr bis Emmerich Kàlmàn und Jacques Offenbach gibt es keinen Großen der Operettenkunst, zu dem der fidelen sächsischen Seniorin nichts Witziges oder sogar Tiefsinniges einfällt…









Erinnerungen eines legendären Theatermachers musikalisch begleitet vom Freddie-Ommitzsch-Studio Ensemble (FOSE), bestehend aus seinen Söhnen und deren Freunden.
Erstmals erzählt Tom Pauls von dem Moment, der ihn für die Bühne begeisterte, von Selbstzweifeln während seines Schauspielstudiums, den Widersprüchen vor 1989 sowie dem Neuanfang nach 1990. Noch nie sprach er so persönlich von den Höhen und Tiefen seiner Karriere, über die Rolle des Theaters in der DDR, die Ostalgie sowie gegenwärtige Katastrophen wie Elbe-Hochwasser und Corona-Pandemie. Ohne Herausforderungen ging es bei ihm nie. Aber mit Possen bringt er unverdrossen sein Publikum zum Lachen und macht immer weiter Theater.
Tom Pauls, geboren 1959 in Leipzig, Schauspieler und Kabarettist. Seit 50 Jahren steht er auf der Bühne, gründete vor 40 Jahren das legendäre Zwinger-Trio. Populärste Bühnenfigur ist die sächsische Witwe Ilse Bähnert, der Tom Pauls seit dreißig Jahren Leben einhaucht. Am 11. November 2011 gründete der Schauspieler das Tom Pauls Theater in Pirna, spielt dort seine erfolgreichen Stücke und begrüßt, wann immer er kann, die Gäste persönlich.







Laut Sächsischer Corona-Schutz-Verordnung vom 5. November 2020 gilt im Theatersaal und in Ilses Kaffeestube vom 8. bis einschließlich 25. November 2021 die 2-G-Regel. Das bedeutet, dass nur genesene oder vollständig geimpfte Personen die Veranstaltung bzw. Kaffeestube besuchen dürfen. Dies wird am Einlass kontrolliert. Bringen Sie deshalb bitte Ihr jeweiliges Zertifikat mit zur Veranstaltung.
Wenn Sie auf Grund dieser Regelungen nicht an der Veranstaltung teilnehmen können, gilt Folgendes:
Bitte beachten Sie, dass die folgenden Regelungen nur für Veranstaltungen im Zeitraum vom 08. bis einschließlich 25. November 2021 gelten:
Wenn Sie die Karten bei uns im Theaterlädchen gekauft bzw. durch unseren Besucherservice mit Rechnung zugeschickt bekommen haben:
WICHTIG: Eine Rücknahme der Karten kann nur bis zum Tag der jeweiligen Veranstaltung erfolgen. Nach dem Veranstaltungsdatum ist eine Rücknahme der Tickets ausgeschlossen. Gern können Sie sich auch eher melden – je früher, desto besser.
Bitte beachten Sie, dass die folgenden Regelungen nur für Veranstaltungen im Zeitraum vom 08. bis einschließlich 25. November 2021 gelten:
Sie haben die Karten an einer Vorverkaufsstelle oder eventim.de gekauft?
WICHTIG: Eine Rücknahme der Karten kann nur bis zum Tag der jeweiligen Veranstaltung erfolgen. Nach dem Veranstaltungsdatum ist eine Rücknahme der Tickets ausgeschlossen.
Wer online über eventim.de gekauft hat, schickt bitte die Karten mit Angabe seiner Bankverbindung zu uns und bekommt das Geld abzüglich der VVK-Gebühr zurück erstattet.
Bitte beachten Sie weiterhin:

Der Schauspieler, Kabarettist und Entertainer Tom Pauls spielt seit insgesamt 50 Jahren Theater, mittlerweile zehn Jahre auf seiner eigenen Bühne in Pirna und erzählt in seinem neuen Buch (zu diesem Jubiläum) ein Stück vom Leben.
»Tom Pauls – Macht Theater: Ein Stück vom Leben« heißt das druckfrische Buch, das der 62-jährige Kabarettist und Schauspieler zu seinem Jubiläum in Pirna herausgebracht hat. Denn am 11. November 2021 werden es zehn Jahre, dass der Entertainer im historischen und Deutschlands ältesten Baumeisterhaus, dem Peter-Ulrich-Haus am Markt in Pirna seine Bühne bespielt. Und das will der gebürtige Leipziger und Wahl-Dresdner würdigen, genauso wie die mittlerweile 50 Jahre, die er nun schon Theater spielt.

Tom Pauls hat in seinem neuen Werk viel zu erzählen. Nach Erinnerungen an seine Jugend und Schulzeit – veröffentlicht in seinem Buch »Das wird mir nicht nochmal passieren. Meine fabelhafte Jugend« (erschienen am 9. März 2015 im Aufbau-Verlag) – schildert er jetzt auf 247 Seiten auf amüsante Art und Weise seinen weiteren Werdegang, den eines Schauspielers aus dem Osten, der in einer neuen, anderer Gesellschaftsordnung wieder beständig Fuß gefasst hat, mit all seinen »Pleiten, Pech und Pannen«. Mit sehr persönlichen, auch privaten Einblicken beschreibt Tom Pauls (aufgeschrieben von Autor Peter Ufer) die Höhen und Tiefen seiner Karriere und die Herausforderungen, die er zu meistern hatte. Und wie er bei alledem sein Publikum unterhält, es zum Lachen bringt und immer weiter Theater macht…
»Das Buch ist keine Lobhudelei, wie toll ich mich finde, sondern es sind vordergründig die Mühen, die ich auf meinem beruflichen Weg hatte«, so Pauls. So schreibt er erstmals von der Macht des Theaters, die ihn schon als Kind ergriffen habe und warum er Schauspieler geworden ist. Er schildert den Moment, der ihn für die Bühne begeisterte, erläutert seinen »unbedingtem Drang, sich zu verkleiden« und was er dabei und auch bei Faschingsveranstaltungen erlebt hat.

Kurzum reflektiert Tom Pauls seine 50-jährige Arbeit am Theater und beim Fernsehen bis heute, beleuchtet seine Studienzeit, erzählt, wie er noch in der Ausbildung verschiedene Kulturgruppen gründete und während seines Schauspielstudiums in Leipzig und Dresden jedwede Selbstzweifel überwand und seine Laufbahn am Dresdner Staatsschauspiel begann. Explizit rückt er »die bedeutenden 80er Jahre« in den Fokus. Die seien »für das Theater und die Prägung in der DDR unglaublich wichtig« gewesen. »Wir (Künstler A.d.R.) waren die Vorreiter der Revolution«, sagt Pauls mit Bestimmtheit. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, zeigt er die Widersprüche vor 1989 auf. Nach dem Umbruch in den »chaotischen 90er Jahren« hauchte er Sachsens renitenter Kultwitwe Ilse Bähnert, die später Generationen prägen sollte, Leben ein und verkörperte die »Ostalgie«. Nicht unerwähnt bleiben seine Reisen und Begegnungen nach Spanien und vor allem sein Trip in die USA.
2006 flog er für das MDR-Fernsehen nach New York, um Prominente zu treffen, von ihnen Autogramme zu ergattern, ihnen ein paar Anekdoten zu entlocken. Im Kostüm als Ilse Bähnert war er Gast jener Gala, bei dem der »Women’s World Award« (Frauenrechtspreis) vergeben wurde, begegnete dort dem früheren russischen Präsidenten Michail Gorbatschow, Musikerin Gloria Estefan, Sänger Stevie Wonder oder Schauspieler Christopher Lee und nahm am Tisch von und Königin Rania von Jordanien Platz…

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Nach dem Neuanfang 1990 gründete Tom Pauls mehrere Theater. So hob er in Stolpen das Burgtheater aus der Taufe, holte in den Dresden den Theaterkahn her und als Krönung rund um seinen 50. Geburtstag (2009) wurde er in Pirnas historischer Altstadt geschäftig: »Bei mir fiel die Midlife-Crisis (englisch für »Lebensmittekrise«) aus, weil ich mir hier in Pirna ein Theater gebaut habe«, scherzt Tom Pauls.
Bildliche Klammer sowohl im Prolog als auch am Ende seiner Schilderungen ist seine bekennende Liebe zur Sächsischen Schweiz. Sein Aufstieg auf den Großen Bärenstein bei Struppen gibt den Rahmen für dieses Buch. Denn das erste Kapitel nennt er: »Durch das Raue zu den Sternen«. So lautet sinngemäß übersetzt auch die uralte Inschrift an der Riegelhofstiege »PER ASPERA AD ASTRA 1888«…
Text und Fotos: Daniel Förster

Am 3. Oktober wurden zum 14. Mal die Sächsischen Wörter des Jahres durch die Ilse-Bähnert-Stiftung, die Sächsische Zeitung und MDR SACHSEN gekürt.
Das beliebtestes Wort ist Daheeme, das schönste Wort Dunsel und das bedrohte Wort schooflich. In der Sonderkategorie Reisen gewann Boofen.

Das Zwinger-Trio/-Triell/-Triumvirat präsentierte im Tom Pauls Theater in Pirna das neue Programm »Aufgetaucht!«.
Es gab Zeiten, da trafen sich alte weiße Männer zur »Elefantenrunde« im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und keiner regte sich auf. Das geht heute nicht mehr, rein sprachlich. Eine Frau als »Elefant« zu bezeichnen? Ist ähnlich verwegen, wie im K-Block im Harbig-Stadion in lila-weißer Montur aufzutreten und das Steigerlied zu grölen.

Auch das Zwinger-Trio, immerhin seit 1982 im Geschäft, hat ein Problem. »Trio« klingt aus der Zeit gefallen, es heißt nun »Triell«, wie Peter Harald Kube seinen Kollegen Tom Uwe Pauls und Jürgen Josef Haase beschied, mit denen er nun im Tom Pauls Theater in Pirna zu erleben war. Anlass? Das Trio/Triell/Triumvirat, das erklärtermaßen »keine Infektionsgemeinschaft«, wohl aber eine Interessen- und durchaus auch Spielgemeinschaft ist, hat in den Monaten der abverlangten Bühnenabstinenz ein neues Programm mit dem Titel »Aufgetaucht!« gestrickt.
Am Grundmuster wurde eindeutig nichts geändert. Besucher erwartet anders als bei den Triellen in jüngster Zeit keine floskelgespickte Veranstaltung, sondern die bewährte Mischung aus Musik-Comedy und Clownerie, Politkabarett und »Publikumsbeschimpfung« (mehr eine Publikumsveräppelung). Kube ist der selbsternannte Big Boss der Spötterrunde, Pauls der ewige Zweite und Haase jener arme Hund, der nicht zu Wort kommt und ansonsten gern mal runtergemacht wird.


Es sei kein politisches Programm, stellt Kube zunächst klar, aber das war nicht mehr als bloße Koketterie, denn natürlich waren nicht wenige der »Wortbeiträge allererster und zweiter Wahl« sowie auch etliche der frechspritzigen Lieder durchaus politisch. Man lebt nun mal in Zeiten, in denen noch das Privateste zum Politikum werden kann, aber auch Veränderungen unterworfen ist. Beispiel Sprache. Kube & Co, die ihre Jährchen auf dem Buckel haben und wissen, dass »im Alter der Pachtvertrag mit der Schönheit ausläuft«, versuchen Verständnis zu haben oder wenigstens kurzfristig zu heucheln, finden es als »alte weiße Männer« aber letztlich nicht wirklich blöd, dass die Raucherin nicht auf eine Aschenbecherin zurückgreifen kann.
Und ob Jean-Michel Jarre noch ein Album wie »Magnetic Fields 2« machen könnte? Eher nicht, »was hat das für Strom gezogen«, unkt Pauls, der an anderer Stelle einräumt, früher immer eine Partei gewählt zu haben, »die auch immer gewonnen hat« (um das klarzustellen, die Pointe zielt nicht wirklich auf die SED ab). Vom knackigen Kalauer »Wo sind ihre Bezüge?« – »Im Wäscheschrank!“ in Herricht & Preil-Manier zum bitterbösen Kommentar auf aktuelles Zeitgeschehen wie »Wir müssen anfangen, unsere Biografien zu fälschen, damit wir in höhere Kreise kommen« ist es immer nur ein kleiner Schritt. Man spielt Steuerprüfung – holen will man sich das Geld bei der Mittelschicht, »alle anderen zahlen ja keine Steuer oder sind im Ausland», wie Kube grantelnd stichelt.

Einerseits wird dem Zuschauer gern ans Portepee gefasst, jeder kann schließlich das Seine dazu beitragen, dass der Alltag nicht komplett zum »Inbegriff individueller Verrottung« gerät. Andererseits wird immer wieder auch an den mündigen Bürger appelliert. Als solcher müsse man beispielsweise durchaus nicht immer mitklatschen, wenn alle klatschen, was nicht nur in der »Systemzeit« Usus war, sondern auch in der »Bevormundungsdemokratie« von vielen gern praktiziert wird. »Der Weg der Einsicht führt oft über die abgerissenen Brücken der Freiheit«, lässt das Zwinger-Trio auf der Homepage des Tom Pauls Theaters wissen. »Was für ein Satz, in einem Unterhaltungsprogramm!« merkte man mit nicht allzu großer Bescheidenheit an, mag man auch über manche Position, die mal mehr, mal weniger verklausuliertvorsichtig bezogen wird, diskutieren können.
Christian Ruf, Dresdner Neueste Nachrichten vom 25. September 2021