Peter Kube in „Der Kontrabaß“

Der Kontrabaß

Peter Kube in einem Stück von Patrick Süskind

Peter Kube in „Der Kontrabaß“, Foto: Theaterkahn Dresden

In Patrick Süskinds berühmt gewordenem Ein-Mann-Stück aus dem Jahr 1981 prahlt ein Bier trinkender Kontrabassist aus dem Staatsorchester zunächst mit der Bedeutung seines Instruments. Seine anfänglichen Lobreden werden jedoch bald immer widersprüchlicher und schlagen schließlich ins Gegenteil um. Der nur mäßig begabte Musiker entpuppt sich als bieder-selbstgerechter, einsamer Nörgler, der sein Instrument und seinen Beruf aus tiefster Seele verabscheut.

In dieser tragikomischen, hintersinnigen und mit bitterbösen Einfällen gespickten Groteske offenbart Süskind Glanz und Elend des Orchestermusikers und liefert gleichzeitig eine gesellschaftliche Analyse, die aktueller nicht sein könnte.

Peter Kube, dem ein Kritiker einmal bescheinigte, er hätte die Ausstrahlung eines verrückt gewordenen Buchhalters, treibt seine Figur lustvoll in den eigenen Abgrund. Diese Vorstellung ist ein Gastspiel des Dresdner Theaterkahns. Regie: Holger Böhme, Bühne: Carsten Nüssler

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